17.9.06

Arbeitsmarktlage für Juristen - Auf dem Weg durchs Nadelöhr

"... Ein Jurastudium galt über Generationen hinweg als Garant für einen sicheren Job und ein lukratives Einkommen. Im Gegensatz zu Lehrern oder Ingenieuren schienen die Juristen stets vor Arbeitsmarktproblemen gefeit. Auch ohne Top-Examen fand fast jeder Absolvent seinen Platz im Berufsleben. Vor allem in den Jahren nach der Wiedervereinigung boomte die Juristenbranche durch den zusätzlichen Bedarf im Osten Deutschlands. Diese Zeiten sind vorbei. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln waren im Jahr 2002 mehr als 7.000 Juristen arbeitslos gemeldet. Das ist ein Zuwachs von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit die größte Arbeitslosen-Wachstumsrate unter allen Akademikern. Etliche Jungjuristen, die dennoch einen Job ergattern konnten, müssen sich laut der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) mit befristeten Verträgen zufrieden geben.

... Gleichzeitig hat die Zahl der Jura-Studenten drastisch zugenommen. Das statistische Bundesamt hat ermittelt, dass sich im Kalenderjahr 2002 21.235 Studienanfänger für ein Jurastudium eingeschrieben haben. Die Gesamtzahl der Jurastudierenden liegt bei über 100.000; das sind rund 25 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Die Juristerei gehört damit zu den beliebtesten Studienfächern in Deutschland: Sie liegt nach den Wirtschaftswissenschaften auf Platz zwei der Hit-Skala. Die Folge: Jährlich beginnen rund 10.000 Rechts-Refendar(inn)en nach der Uni den praktischen Teil ihrer Ausbildung. Eine enorme Flut an Nachwuchskräften, die dann nach dem zweiten Staatsexamen auf den Arbeitsmarkt strömt. ..."

Quelle: www.e-fellows.net

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